Lebendige Astrologie
Raum und Umwelt in den zwölf Horoskop-Feldern
Von:Voltmer, Ulrike
ISBN: 9783925100987
Artikelnummer: 196336
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Chiron Verlag,Kt ,2003
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Lebendige Astrologie
Ulrike Voltmer
Die Autorin interpretiert die einzelnen astrologischen Häuser
als natürliche Gegebenheiten der irdischen
Räumlichkeit, in die ein Mensch durch seine Geburt eintritt.
Was unterscheidet den einen Menschen vom anderen, was ist domminant in
einem Kosmogramm? Der Kunst der Gesamtschau widmet Ulrike Voltmer
besondere Beachtung; denn es geht um praktische Astrologie und diese
bewährt sich in der Kunst der Synthese.
Biographie
Ulrike Voltmer studierte Klavier und Gesang an den Musikhochschulen
saarbrücken, Darmstadt und Zürich. Sie war u.a.
viermal 1. Preisträgerin im Wettbewerb Jugend musiziert.
Zweitstudium in Musikwissenschaft, Philosophie, Psychologie und
vergleichende Kulturwissenschaft. Gründerin des
Förderverein Fachbibliothek Astrologie. 1991 - 1995 Erste
Vorsitzende des Deutschen Astrologen Verbandes (DAV). Autorin und
Herausgeberin mehrerer astrologischer Fachbücher und des Films
Bildhafte Astrologie .
Leseprobe
EINLEITUNG
Noch über die Zeit der Aufklärung hinaus waren
Astrologie und Astronomie ein einziger Wissenschaftszweig. Bis ins 18.
Jahrhundert hinein unterschied man nicht zwischen der
naturwissenschaftlichen Astronomie, die sich mit der Berechnung und
Beschaffenheit der Gestirne befaßt, und der Astrologie, der
Kunst, astronomische Gegebenheiten für das irdische Geschehen
und Leben zu interpretieren. Heute kümmert sich die Astronomie
zwar auch um Wirkungen der Gestirne auf das Leben der Erde aber in ganz
anderem Sinne, als dies in der Astrologie geschieht. Die Astronomen
messen beispielsweise Strahlen oder Anziehungskräfte, die auf
die Erde wirken. Die Astrologen aber interpretieren die Stellungen der
Gestirne im Verhältnis zur Erde und messen den kosmischen
Vorgängen eine psychologische Bedeutung bei.
Abstandsverhältnisse und Proportionen werden in der Astrologie
gedeutet. Dabei benutzt man die astronomischen Gegebenheiten lediglich
als Grundlage.
Der deutsche Astronom (und Theologe) Johannes Kepler (1571- 163O)
vereinigte in sich den Astrologen und den Astronomen. Sein
philosophischreligiöses Interesse an der Welt
beflügelte seine mathematischastronomischen Forschungen. Er
suchte nach Ordnungskriterien für den Ablauf der Gestirne und
fand so die nach ihm benannten drei Keplerschen Gesetze. Für
ihn drückten mathematische Formeln eine tiefe,
göttlich motivierte Ordnung im Kosmos aus. Er untersuchte
kosmische Proportionen und Schwingungsverhältnisse, die er mit
den akustischen Gesetzen in der Musik verglich. Nach Keplers Auffassung
hat die menschliche Seele die Möglichkeit, kosmische
Schwingungsverhältnisse zu entschlüsseln, so wie sie
es auch versteht, Schwingungsverhältnisse in der Musik von
ihrer Stimmung herzu erfassen.
Heutzutage wird von der offiziellen astronomischen Wissenschaft die
Möglichkeit bestritten, daß Gestirnstände
psychologische Entsprechungen zeigen können, weil man sich
(noch) nicht erklären kann, auf welchem Wege dies zustande
kommen könnte. Von daher wird die Astrologie erst gar nicht
akzeptiert. Es gilt heute leider noch als unwissenschaftlich, kosmische
Bewegungsverhältnisse und Proportionen im Hinblick auf
psychologische Konsequenzen zu untersuchen.
Auch von kirchlicher Seite stellt man sich offiziell gegen die
Astrologie, obwohl sich Kirchenvertreter immer schon mit ihr
beschäftigt haben. Man befürchtet wahrscheinlich, die
Astrologie könne den Glauben an die göttliche
Allmacht erschüttern. So fristet die Astrologie ein Dasein am
Rande der etablierten Wissenschaften und Weltanschauungen Dabei
läuft sie Gefahr, zu verflachen und als kommerzielle Ware
verstanden zu werden.
Viele Astrologieanhänger haben kaum noch eine Ahnung von den
astronomischen Grundlagen. Sie verlieren mehr und mehr den Bezug zu den
kosmischen Bewegungsverhältnissen und räumlichen
Relationen, den früher noch alle astronomischastrologischen
Gelehrten besaßen. Die astrologischen Deutungsregeln lassen
sich jedoch durchaus von den kosmischen Rhythmen ableiten, deren man
sich heute kaum bewusst ist. In diesem Buch geht es darum, die
angewandten Deutungssysteme wieder auf diese
Bewegungsverhältnisse zu beziehen.
Bei der Erstellung von individuellen Horoskopen benutzen die Astrologen
ein astrologisches Feldersystem, das die Bewegungsverhältnisse
zwischen Erde und Kosmos während einer Geburt für
einen bestimmten Ort auf der Erde, nämlich den Geburtsort,
festhält. Ein Horoskop ist durch ein Felderschema in
zwölf Häuser eingeteilt, die ich als
natürlich gegebenes Raumfelder und Bewegungssystem darstelle.
Die Horoskopie beinhaltet das Erstellen von individuellen Horoskopen.
ohne astrologisches Häusersystem gäbe es kein
individuelles Horoskop, das bezogen auf die persönliche
Geburtszeit und den jeweiligen Ort errechnet wird. Es haben sich im
Laufe der Geschichte verschiedene Häusersysteme entwickelt,
die wir nach ihrem Sinn hinterfragen können. Wir sollten nicht
einfach etwas anwenden, ohne eine räumliche Vorstellung davon
zu haben, was wir dabei eigentlich tun. Ich versuche in diesem Buch,
das astrologische Häusersystem begreifbar zu machen. Was
bedeutet es etwa, wenn ein Astrologe von Feldern spricht, die
beispielweise Geld oder Kinder betreffen sollen? Wie kommen solche
Deutungen zustande?
Alle Deutungsinhalte bringe ich zum einen mit
Bewegungsverhältnissen und Proportionen in Verbindung insofern
folgt das Buch Keplers Vorstellung von der Astrologie. Zum anderen
zeige ich, daß die astrologische Lehre kein abstraktes,
künstliches System darstellt, sondern sich an den
natürlichen Gegebenheiten der Erde orientiert. Schon in meinen
Buch Gestaltastrologie habe ich versucht, diese
natürlichirdische Beziehung der Astrologie anhand der
Tierkreiszeichen zu zeigen. Dieses Buch beschäftigt sich mit
dem astrologischen Häusersystem, mit der Lehre der Horoskopie.
Lebendig wird die Astrologie dann, wenn wir die Dynamik der Erde und
des Sonnensystems verstehen lernen, wenn wir lernen, Bewegungen und
Schwingungen zu deuten, und wenn wir sie auf das Leben auf der Erde
beziehen.
Der astrologische Anfänger kann mit Hilfe dieses Buches in
Teil 1 lernen, Horoskope zu errechnen und zu deuten. Manche Kapitel
wenden sich jedoch an den versierten Astrologen, der seine Methode
hinterfragen möchte. Nicht jeder muss sich mit den
verschiedenen Häusermethoden befassen oder muss die
unterschiedlichen Zeitbestimmungen kennen. Einige Astrologen jedoch,
die die Fachdiskussion auf diesem Gebiet verfolgen, werden sich
sicherlich gerade den Abschnitten Sonnenzeit-Sternzeit, Die Felder in
den verschiedenen Häusersystemen und Transpluto, Planetoiden,
Fixsterne zuwenden. Diese Kapitel, die durch kursive
Überschriften gekennzeichnet sind, können vom
astrologischen Laien zunächst übersprungen werden,
ohne daß das Verständnis des gesamten Inhalts
dadurch leiden müsste.
In Teil 2 deute ich die einzelnen astrologischen Häuser als
natürliche Gegebenheiten der irdischen Räumlichkeit,
in die ein Wesen durch seine Geburt eintritt. Die Einteilung eines
Horoskops in zwölf Felder interpretiert unsere
räumliche Welt im Hinblick auf eine bestimmte Existenz, die zu
ihren Umweltbereichen in verschiedene Beziehungen tritt. Alle
möglichen Beziehungsarten eines Ichs zu seiner Welt gilt es im
Horoskop zu erfassen. Dazu benötigt der Astrologe
Deutungsphantasie. Über viele Vorstellungsbilder, Gleichnisse
und Beobachtungen versuche ich, diese Phantasie im Leser zu wecken und
ihm damit einen kreativkünstlerischen Deutungsweg zu
erschließen.
Teil 3 widmet sich ganz der Deutungskunst eines fertig errechneten
Horoskops. Dabei lege ich einen Schwerpunkt auf das strukturelle,
synthetische Erfassen des Horoskops. In vielen Deutungsbüchern
kommen gerade die Dominanzverhältnisse eines Horokops zu kurz,
weshalb ich mich hier intensiv damit befasse. Denn bei einer Deutung
geht es darum, Aussagen von ihrer Gewichtigkeit her erfassen zu
können und das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden zu
lernen. Die dominanten Strukturen bilden den Schwerpunkt meines
Deutungsansatzes, den ich an zwei Beispielhoroskopen vorführe,
und zwar an dem Geburtshoroskop von Romy Schneider, geboren in Wien und
dem von Erich Honecker, geboren im Saarland.
Durch das Buch hindurch stelle ich Aufgaben, deren Lösungen
sich meistens im Laufe des Weiterlesens mit meinen Darlegungen
vergleichen und auf ihre Richtigkeit hin überprüfen
lassen. Wo dies nicht der Fall ist, findet der Leser im Anhang
Lösungsvorschläge. Deutungen sind immer etwas sehr
Individuelles, weshalb Lösungen von Deutungs-Aufgaben nur
Vorschläge oder Beispiele sein können.
Jede Deutung ist geprägt von der Haltung, mit der ein
Astrologe seiner Disziplin gegenübersteht. Aber nicht nur das,
auch das eigene Weltbild, persönliche Wertvorstellungen und
urteile, fließen ungewollt in eine Deutung ein. Aus diesem
Grund habe ich am Ende von Teil 3 den weltanschaulichen Hintergrund
behandelt, vor dem Astrologie betrieben werden kann. Damit soll der
Blick für die unterschiedlichen Vorstellungen innerhalb der
eigenen Reihen geschärft werden. Auch die Astrologie selbst
möchte ich damit einer differenzierten Sichtweise unterstellen
und in Zusammenhang mit der gesamten Haltung und Einstellung eines
Menschen bringen. Wer Astrologie mit dem entsprechenden Bewusstsein
praktiziert, dem eröffnen sich ungeahnte
Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung.
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